www.umweltschutz-klimawandel.de Kampf
um die Ressourcen - wie weit kann die Weltwirtschaft noch
wachsen? von
Manfred Julius Müller Ich
habe die Ansicht vertreten, dass eine weltweite
Vollbeschäftigung durchaus möglich sei, wenn man
nur das
kapitalistische
Ausbeutungsprinzip
verhindert.
Bei dieser Annahme stellt sich natürlich die Frage, ob
die Ökologie unserer Erde überhaupt eine solche
Vollbeschäftigung aushält. 1.
Der weltweite Dumpingwettbewerb unterbindet den
verantwortungsbewussten Umgang mit der Umwelt Umweltschutz
kostet viel Geld - und der weltweite Dumpingwettbewerb kennt
kein Erbarmen bei preistreibenden, ökologisch
sinnvollen Schutzmaßnahmen. Auch hier zeigt sich
wieder die Schattenseite des Zollabbaus. Der
offene Weltmarkt verhindert entscheidende Weichenstellungen.
Wäre Deutschland nicht gezwungen, auf die
Weltmarktpreise einzugehen, hätte man (ohne
wirtschaftliche Schäden befürchten zu müssen)
den Benzinpreis längst verdoppeln können.
Die
Folgen: Die 3-Liter-Autos hätten sich landesweit
durchgesetzt, die Geländewagen wären aus dem
städtischen Straßenbild verschwunden. Man
wäre viel weiter im Bereich der Biomasse und
alternativer Energien. 2.
Knappe Ressourcen und weltweite Vollbeschäftigung
schließen sich nicht aus Was
man im kleinen Nationalstaat so gut hätte regeln
können, muss sich nun leider über den Markt
einpendeln. Die Ressourcen werden knapper und teurer, dieser
Kostendruck zwingt zum Verzicht bzw. zu alternativen
Lösungen. Auch auf diesem Umwege gelangt man vielleicht
weltweit zum 3-Liter-Auto, aber eben erst Jahrzehnte
später und bei einer ungerechten Verteilungslage
(dürfen die Reichen weiterhin ihre Benzinschlucker
fahren?). 3.
Unbegrenztes Wachstum ist nicht möglich Klar
ist, dass ein unbegrenztes Wachstum nicht möglich ist.
Das Konsumpotential hat ebenso seine Grenzen wie die
ökologische Belastbarkeit. Also wird man der
Automatisierung irgendwann einmal Grenzen setzen müssen
(durch die Entlastung der Arbeit von den Sozialkosten
ließe sich auch dieses Problem lösen), falls
nicht der Markt alles auf natürliche Weise regelt. 4.
Was wird aus China? Meiner
Meinung nach hat China das ausländische Kapital und die
Globalisierung gar nicht mehr nötig. Es befindet sich
in dem Land bereits so viel Kapital und Kaufkraft, dass ein
selbsttragender Aufschwung sich zwangsläufig entwickeln
müsste. Ein Land mit 1,3 Mrd. Menschen ist nun wirklich
groß genug, um auf einen aufgeblähten
Außenhandel nicht mehr angewiesen zu sein. Wenn
allmählich im Ausland wieder Zollschranken aufgebaut
würden, wäre es sicher nicht zum Schaden Chinas.
Dann müsste China notgedrungen lernen, sich mehr auf
die Entwicklung der inländischen Kaufkraft zu
konzentrieren und würde seine für die gesamte
Weltwirtschaft gefährliche Abhängigkeit vom Export
abbauen. Nur einen abrupten Anstieg der Zölle kann
natürlich auch China nicht verdauen, das würde ins
Auge gehen und könnte sehr schnell in einer
Weltwirtschaftskrise enden. Eigenen
Kommentar zu diesem Artikel (Nr. 459)
abgeben?
Wenn
Sie sich ausführlich und wertneutral über die
Zusammenhänge von Umweltschutz und Weltwirtschaft
informieren möchten, wenn Sie wissen möchten, wie
man denn nun tatsächlich den Entwicklungsländern
nachhaltig geholfen werden könnte, wie man die
Rohstoffverknappung in den Griff bekommt, die globalen
Finanzprobleme löst, den Spekulanten des Handwerk legt
usw., dann lesen Sie bitte das Buch "Das
Kapital und die
Globalisierung".

Der
chinesische Boom zeigt die Schattenseiten ungezügelten
Wachstums - die Schadstoffbelastung ist in chinesischen
Großstädten um ein Zigfaches höher als in
der westlichen Welt.
Denn ich halte es eigentlich für ausgeschlossen, dass
das Kapital es zulässt, uneingenützig über
Automaten und Roboter die Bevölkerung zu versorgen. Es
wird vermutlich immer genügend Arbeit nachbleiben - nur
dass man wahrscheinlich irgendwann die Wochenarbeitszeit
absenken muss.
Auch hier gilt: In einem gesunden Binnenmarkt mit gleichem
Lohnniveau lässt sich die Arbeitszeit jederzeit
reduzieren nach dem Motto "Freizeit statt Kaufkraft".
Bloß der offene Weltmarkt lässt solche sinnvollen
Alleingänge kaum zu.
Mut
zur Wahrheit!
Dieses Buch kennt kein Pardon und keine falschen
Rücksichtnahmen auf Lobbygruppen. Schonungslos werden
die gravierendsten Missstände bloßgelegt und in
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© Manfred J. Müller, Flensburg, 2007
Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht tabulose Aufsätze zu brisanten Themen. Er
entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen
Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im
Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige
Bücher erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".