Erhöht
endlich die Lkw-Maut! In
den letzten 25 Jahren hat sich der Lkw-Verkehr auf den
deutschen Straßen mehr als verdoppelt. Und dass,
obwohl die
Reallöhne
und
inflationsbereinigten Renten im gleichen Zeitraum um etwa 15
% eingebrochen sind. Warum in aller Welt muss die
deutsche Bevölkerung immer mehr Schwerlastverkehr
für einen sinkenden Lebensstandard
erdulden? Pro
und Contra Lkw-Maut: Deutschland zahlt den Preis für
den Wegfall der
Zollgrenzen! Pro
und Contra Lkw-Maut: "Aber Deutschland ist doch nun einmal
ein Transitland!" Pro
und Contra Lkw-Maut: Viele zahlen mit dem Leben! Dabei
gibt es noch eine sehr hohe Dunkelziffer weiterer
Geschädigter: Niemand weiß, wieviel
Bundesbürger aufgrund der durch den Lkw-Verkehr
hervorgerufenen Luftverschmutzung erkranken und sterben. Wer
entschädigt für die hohe
Lärmbelästigung, Umweltzerstörung
usw.? Pro
und Contra Lkw-Maut: Das Land ohne nennenswerte
Rohstoffe Die
geografische Lage ist der einzige naturgegebene Pluspunkt,
den Deutschland im
internationalen
Dumpingwettbewerb
aufzubieten
hat. Warum sollte man diesen einen Vorteil nicht nutzen und
den Transitverkehr zu einer Einnahmequelle machen, wo es
bislang doch nur ein großes Verlustgeschäft
war? Es wird ja schließlich kein
ausländischer Spediteur gezwungen, die deutschen
Transitwege zu nutzen. Pro
und Contra Lkw-Maut: Die bisherigen Mautgebühren sind
nicht einmal ansatzweise
kostendeckend Pro
und Contra Lkw-Maut: Eine Verfünffachung der
Mautgebühren wäre
überfällig Pro
und Contra Lkw-Maut: Ausländische Lkw nicht
bevorzugen! Lkw-Maut
auf die Bundesstraßen weiter ausdehnen Pro
und Contra Lkw-Maut: Einsicht im Rückwärtsgang Also
wieder einmal soll gemauschelt und eine reale Belastung
verschleiert werden. Aber: Wenn der Staat den
Speditionen Subventionen gewährt, so wird dies
letztlich nicht billiger als direkte Preiserhöhungen.
Denn die Steuern zur Begleichung der Subventionen fallen ja
nicht vom Himmel, sie werden dem Steuerzahler
abgenommen. Letztlich
ist es also so, dass eine Verteuerung des Warentransports
die Lebenshaltungskosten senkt. Es macht keinen Sinn,
wenn die Allgemeinheit für die Schäden anderer
aufkommen muss (über höhere
Krankenversicherungsbeiträge und Steuern). Und was
im Zuge der Gleichbehandlung die ausländischen
Spediteure mehr zahlen, kommt voll und ganz der deutschen
Bevölkerung zugute (senkt nochmals deren
Lebenshaltungskosten). Pro
und Contra Lkw-Maut: Das Chaos ist vorprogrammiert, der
Schwerlastverkehr soll sich in den nächsten 25 Jahren
wiederum verdoppeln! Eine
höhere Lkw-Maut aus Respekt vor den Menschen! Es
muss nicht sein, dass fangfrische Nordseekrabben per Lkw
nach Tunesien gebracht, dort gepult und anschließend
wieder zurückgeholt werden. Wer den Warentransport
subventioniert, unterläuft
das
Prinzip
der Marktwirtschaft,
denn dadurch werden Veränderungen angestoßen, die
bei einer fairen Bewertung unrentabel sind. Viele
Produktionsauslagerungen würden sich bei ehrlichen
Transportkosten (die auch die Folgeschäden abdecken)
nicht lohnen. Der Markt und die Kaufgewohnheiten würden
sich bei neutraler Aufwandsentschädigung
ändern. Eine
höhere Lkw-Maut der Umwelt und der Wirtschaft
zuliebe! Umwelt-
und menschenfeindlich, weil dadurch der Verschwendung
begrenzter Rohstoffressourcen Vorschub geleistet wird und
unnötig Schadstoffe in die Luft geblasen werden. Eigenen
Kommentar zu diesem Artikel (Nr. 458)
abgeben?
Wenn
Sie sich ausführlich und wertneutral über die
Zusammenhänge von Umweltschutz und Weltwirtschaft
informieren möchten, wenn Sie wissen möchten, wie
man denn nun tatsächlich den Entwicklungsländern
nachhaltig geholfen werden könnte, wie man die
Rohstoffverknappung in den Griff bekommt, die globalen
Finanzprobleme löst, den Spekulanten des Handwerk legt
usw., dann lesen Sie bitte das Buch "Das
Kapital und die
Globalisierung".

Ganz
Schlaue meinen nun, Deutschland zahle eben den Preis
für die EU und die Globalisierung (also den Wegfall der
Zollgrenzen) "von dem die deutsche Wirtschaft
profitiert".
&endash; Profitiert? Wie kann man ein Volk nur so verdummen
und ihm eine derart dreiste Lüge auftischen? Nach
meinem Empfinden ist der Abbau von Reallöhnen und
Renten sowie die immense Staatsverschuldung alles andere als
ein Vorteil! Näheres...
Auch
die nächste Behauptung ist mehr als abenteuerlich. Nur
weil Deutschland im Herzen Europas liegt, muss es nicht
automatisch zum Transitland werden. Dass Deutschland in
diesem Ausmaß zum Durchgangsland mutierte, lag
vorrangig am Abbau der Zollgrenzen. Nur weil auf
wirkungsvolle Zölle verzichtet wird, lohnt die
Auslagerung von Produktionsteilen in die östlichen
Billiglohnländer. Was die Westeuropäer nicht mehr
selbst herstellen dürfen, wird nun zum Großteil
über die deutschen Autobahnen hin und her gekarrt.
Welch ein Wahnsinn! Und welche Vorteile haben die
Deutschen davon?
Fest
steht, dass die zigtausend Lkw-Unfälle auf den
deutschen Fernstraßen Jahr für Jahr hunderte
Todesopfer und tausende Schwerverletzte fordern. Ein
wahrlich hoher Preis für den angeblich unvermeidlichen
Warentourismus. Wie abgebrüht muss man sein, wenn man
als Politiker diese Schreckenszahlen einfach beiseite
schiebt und den Blutzoll als unabänderlich
hinnimmt?
Das
zentral in Europa gelegene Deutschland verfügt
über keine nennenswerten Bodenschätze. Auch
nachwachsende Rohstoffe sind wegen der hohen
Bevölkerungsdichte rar. Während große
dünnbesiedelte Flächenländer wie zum Beispiel
die USA im großen Umfang Nahrungsmittel, Biogas und
Biosprit exportieren könnten, reicht die Fläche
des dichtbevölkerten Deutschland gerade einmal zur
Sicherstellung der eigenen Ernährung.
Ein
einzelner großer Lkw belastet die Straße mehr
als 100.000 Pkw. Schon an dieser Zahl lässt sich
erahnen, dass die Einnahmen aus Steuern und
Mautgebühren beim Schwerlastverkehr längst nicht
kostendeckend sind. Dies gilt vor allem für
ausländische Lkws, für die hierzulande kaum
Steuern anfallen und die wegen ihres oft schlechten
Allgemeinzustands zudem noch ein höheres
Gefahrenpotential darstellen. Die läppischen
Mautgebühren decken die wahren Kosten für
Straßenbau- und Instandhaltung, Umweltschäden,
Gebäudeschäden, Unfallschäden,
Gesundheitsschäden usw. nicht einmal ansatzweise
ab.
Würde
man die tatsächlich anfallenden Kosten und
Folgeschäden fair einpreisen, so müssten die
Sätze für die deutsche Lkw-Maut zumindest
verfünffacht werden. Damit könnten nicht nur die
Straßen besser ausgebaut und verkehrssicherer
gestaltet werden, es könnten auch Gelder in das soziale
Krankensystem fließen (um die Gesundheitsschäden
des Lkw-Verkehrs finanziell abzudecken) und somit die
Lohnnebenkosten entlasten.
Der
Trend ist eindeutig: Immer mehr ausländische Lkws
verdrängen die hochbesteuerten deutschen Brummis. Dies
liegt zum Großteil an der Benachteiligung deutscher
Spediteure, die zusätzlich noch hohe Kfz-Steuern
berappen müssen. Um eine Wettbewerbsgleichheit mit
ausländischen Spediteuren zu schaffen, könnten die
Steuern auf die deutschen Lkws gesenkt werden (finanziert
über die Mehreinnahmen aus der Maut).
Es
macht keinen Sinn, sich bei der Lkw-Maut einseitig auf die
Autobahnen zu konzentrieren. Auch auf den Bundes- und
Landstraßen sind die Schäden durch die
Schwerlaster immens und müssten über die Maut
abgedeckt werden. Diese Gleichbehandlung verhindert auch
eine Maut-Flucht, die bei einer Anhebung der Maut ansonsten
extrem zunehmen würde.
Nun
haben zahlreiche Politiker immerhin eingesehen, dass unsere
Mautgebühren erhöht werden müssten. Doch
schon sind andere dabei, die Transportkosten staatlich zu
entlasten. Ihr Argument: "Die höheren Frachtraten
würden letztlich doch auf die Verbraucher
abgewälzt und somit zum Anstieg der
Lebenshaltungskosten beitragen".
Letztlich kommt ein subventioniertes System immer
wesentlich teurer, weil es sämtliche nachfolgenden
Kostenrechnungen verfälscht. Wenn etwas
subventioniert wird, wird an schlechten Produktions- und
Konsumgewohnheiten festgehalten, weil die Auswirkungen
niemand spürt. Je weniger Subventionen, desto
effizienter die Marktwirtschaft und desto mehr steigen die
Reallöhne.
Experten
rechnen in den nächsten 25 Jahren mit einer weiteren
Verdoppelung des Lkw-Aufkommens auf den deutschen
Straßen. Das bedeutet noch mehr Staus, noch mehr
Verkehrstote und vor allem immense Kosten für den
weiteren Straßenausbau. Aber diese Prognose
bewahrheitet sich nur, wenn weiterhin auf eine echte
kostendeckende und gewinnbringende Mautgebühr
verzichtet wird.
Eine gerechte Kostenstruktur im Transportwesen würden
das Lkw-Verkehrsaufkommen normalisieren und auf vertretbare
Belastungen abklingen lassen.
Der
Lkw-Verkehr sollte auf das Notwendige beschränkt
werden. Es macht keinen Sinn, den Warentransport durch
Steuermittel zu begünstigen, nur damit sich die
Verlagerung der Arbeitsplätze in Billiglohnländer
weiter lohnt.
Wenn der Preis für das französische Mineralwasser
durch den weiten Transportweg sich verdoppeln würde,
müssten die Konsumenten ja nicht verdursten. Sie
würden vielmehr umsteigen auf regionale Produkte. Es
muss ja nicht unbedingt sein, dass 50 Joghurtsorten in den
Regalen der Supermärkte stehen und Schleswig-Holsteiner
unbedingt Joghurt aus Bayern haben müssen (und
umgekehrt). Der echte ehrliche Preis muss es eben richten,
er sorgt für eine Effizienz in der
Marktwirtschaft.
Wer
die Vergeudung der Ölressourcen durch eine indirekte
Subventionierung des Schwerlastverkehrs forciert, handelt in
jeder Hinsicht umwelt- und menschenfeindlich.
Menschenfeindlich, weil die subventionierte Frachtverkehr
auch massiv die Spekulation beim Öl und den
Nahrungsmitteln vorantreibt. Menschenfeindlich, weil
Arbeitsplätze in den Hochlohnländern abgebaut
werden, die bei vernünftigen Transportkosten gar nicht
zur Diskussion stehen würden. Menschenfeindlich, weil
der Steuerzahler diese unsinnigen Subventionen auch noch
finanzieren muss.
Mut
zur Wahrheit!
Dieses Buch kennt kein Pardon und keine falschen
Rücksichtnahmen auf Lobbygruppen. Schonungslos werden
die gravierendsten Missstände bloßgelegt und in
leicht verständlicher Form die komplexen
Marktmechanismen erklärt - vor allem aber werden
überzeugende Problemlösungen
aufgezeigt.
Bestellung
des Buches über www.amazon.de
Home (Eingangsseite www.umweltschutz-klimawandel.de)
© Manfred J. Müller, Flensburg, 2007
Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht tabulose Aufsätze zu brisanten Themen. Er
entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen
Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im
Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige
Bücher erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".