www.umweltschutz-klimawandel.de Der
Klimawandel ist allein die Folge der Unvernunft der
Politiker in Kombination mit der Habgier des
Großkapitals. "Ohne
Globalisierung wäre der Klimawandel nicht zu
bewältigen!" Stimmt
diese Behauptung?
Kommentar
von Manfred Julius Müller Von
der Globalisierungslobby ist man sicher einiges gewohnt.
Dass weltweit Hundertausende in den Diensten der Konzerne
stehende Fürsprecher rund um die Uhr damit
beschäftigt sind, die Auswirkungen der Globalisierung
zu beschönigen, regt niemanden mehr auf. Was aber
angesichts des drohenden Klimawandels abläuft, ist an
dreister Propaganda kaum noch zu überbieten. Allen
Ernstes wollen die angeheuerten Lobbytruppen nun auch noch
der Welt weismachen, dass allein die Globalisierung die
drohende Klimakastrophe abwenden könnte. Gestützt
wird diese absurde These auf zwei
Grundsatzlügen: Die
erste lautet:
"Nur
die Globalisierung ermöglicht internationale
umweltschützende
Abkommen". Als
zweites wird argumentiert:
"Allein
die Globalisierung gestatte die Verbreitung
umweltfreundlicher
Technologien". Beide
Behauptungen halte ich für unwahr und
anmaßend! Denn
internationale Abkommen hat es schon immer gegeben, auch vor
der Globalisierung. Zudem sind die Ergebnisse der
internationalen Abkommen im Umweltbereich äußerst
spärlich. Das magere Kyoto-Abkommen wurde von den
wichtigsten Staaten bis heute nicht
unterzeichnet. Wer
beim Klimawandel auf internationale Abkommen hofft,
kann vermutlich bis zum Sankt-Nimmerleinstag
warten. Denn der zollfreie globale
Dumpingwettbewerb verbietet nun einmal hohe
Ausgaben für den Umweltschutz! Es
verhält sich doch genau umgekehrt: Gerade die
Globalisierung verursacht durch den Zollabbau einen
gnadenlosen Verdrängungswettbewerb. Wer überleben
will, muss bei gleicher Qualität billiger produzieren
als die weltweite Konkurrenz. Wie aber will man die
Konkurrenz schlagen, wenn man sich mit teuren Umweltauflagen
herumplagen muss? Die Globalisierung entpuppt sich geradezu
als Hemmschuh für den Umweltschutz! Wir erleben doch
immer öfter, dass teure umweltfreundliche
Produktionsanlagen im Westen auch deshalb stillgelegt
werden, weil in den Schwellenländern die Anforderungen
diesbezüglich wesentlich geringer sind. Wer
nun vorgibt, die Globalisierung könne doch immerhin zur
rascheren Verbreitung neuer Umwelttechnoligen beitragen,
ignoriert die oben aufgeführten Tatbestände und
den Umstand, dass es einen technologiefördernden
Welthandel auch schon vor Erfindung des weltweiten
Dumpingsystems (der Globalisierung) gegeben hat. Würden
die Hohepriester der Politik endlich die
Globalisierung abschalten und angemessene
Importzölle erheben, würden nicht nur die
Reallöhne wieder im Gleichklang mit steigender
Produktivität wachsen - es wäre dann auch
ausreichend Geld zur Verhinderung des drohenden
Klimawandels vorhanden! Ohne
Globalisierung wären die Reallöhne und Renten in
Deutschland seit 1980 um mindestens 70 % gestiegen - anstatt
um 15 % zu fallen. Allein dies verdeutlicht schon, welche
finanziellen Mittel zur Erforschung umweltfreundlicher
Produkte und CO2-freier regenerierbarer Energien ohne das
weltweite Dumpingsystem weltweit zur Verfügung
stünden. Ist
es sinnvoll, den Export und den Warentransport
ständig zu subventionieren, um den
Warentourismus so richtig anzuheizen? Der
Ordnung halber sei als letztes noch angemerkt, dass der
durch vielfache Subventionen und Zollabbau angeheizte
globale Warentourismus auch alles andere als umweltschonend
ist. Milliarden Tonnen nicht regenerierbaren Erdöls
werden vergeudet und in krebserregendem Feinstaub und in
Treibhausgase umgewandelt, um den stetig zunehmenden
Frachtverkehr zu bewältigen. Und das alles nur, um
die
Kapitalrenditen
nach oben zu treiben
und die Reallöhne weiter unter Druck setzen zu
können. Wer will da noch von Vernunft reden?
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Abhandlungen dazu finden Sie in meinen Büchern.
Eigenen
Kommentar zu diesem Artikel (Nr. 455)
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Die Loslösung von den fossilen Energien ist eine
Herkulesaufgabe vergleichbar mit den NASA-Projekten der USA
in den 1960er Jahren (der wir viele bahnbrechende
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Globalisierung gegeben, wäre das teure
Mondlandeunternehmen schon am Geldmangel
gescheitert.
Zerstört diese unablässige
Subventionspolitik nicht die Prinzipien der
Marktwirtschaft (zur Ineffizienz) und beschleunigt
sie nicht den Klimawandel?
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© Manfred J. Müller, Flensburg, 2007
Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht tabulose Aufsätze zu brisanten Themen. Er
entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen
Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im
Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige
Bücher erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".