Pro
und contra Energiesteuern Deutschland
im Jahre 2017 Was
würde sich ändern, wenn in Deutschland die Steuern
für fossile Energien spürbar heraufgesetzt werden,
so dass sich dessen Verbrauch halbiert? 1.
Energiesparautos erobern den Markt! Also
wenn man wollte oder es hohe Spritpreise erzwingen,
ließe sich in 10 Jahren im Pkw-Bereich gut und gerne
die Hälfte des heutigen Verbrauchs einsparen. Da aber
auch der Biosprit oder Biogas an Bedeutung gewinnen wird,
könnte die Gesamtbilanz an eingesparter fossiler
Energie sogar noch positiver ausfallen. 2.
Müssen Auto-Klimaanlagen wirklich sein? 3.
Solarenergie wird zur Selbstverständlichkeit 4.
Biogas wird zum
Energiewunder 5.
Biogas auch im
Straßenverkehr? 6.
Die Wärmedämmung wird noch wichtiger! 7.
Auch das Verbraucherverhalten wird sich ändern! 8.
Das Kaufverhalten wird sich ändern! Sowieso
werden bei teureren Transportwegen die Hersteller umdenken
müssen und vom alten Zentralisierungswahn Abschied
nehmen. Warum auf regionale Meiereien, Schlachtereien,
Zeitungsbetriebe usw. verzichten? Die Wegrationaliserung der
regionalen Produktion hat der Bevölkerung wenig
gebracht - die Löhne und Renten sind seit 1980
bekanntlich gefallen. 9.
Der Tante-Emma-Laden kehrt zurück! 10.
Der Straßenverkehr wird abnehmen! "Das
geht nicht" gibt's nicht! Dabei
sollte man ruhig einmal zurückblicken: Auch 1954 lebte
schon der moderne Mensch und nicht der Neandertaler. Damals
gab es in Deutschland gerade einmal 1 Million Pkw, der
Bestand hat sich mittlerweile verfünfzigfacht. Dereinst
kam man mit einem Bruchteil der Energie auch im Haushalt
aus. Die Wohnungen waren viel kleiner, die meisten
Elektro-Haushaltsgeräte unbekannt oder unbezahlbar.
Nicht, dass man sich solche Zeiten zurückwünscht -
aber bei Gelegenheit sollte man ruhig einmal darüber
nachdenken, dass Komfort und Luxus keine
selbstverständlichen Anspruchsleistungen sind.
Wenn
kein Öl mehr da ist, weil die Menschheit es im Rausch
des Überflusses verprasst hat, dann wird, kann oder
muss es auch ohne Öl gehen. Eigenen
Kommentar zu diesem Artikel (Nr. 451)
abgeben?
Wenn
Sie sich ausführlich und wertneutral über die
Zusammenhänge von Umweltschutz und Weltwirtschaft
informieren möchten, wenn Sie wissen möchten, wie
man denn nun tatsächlich den Entwicklungsländern
nachhaltig geholfen werden könnte, wie man die
Rohstoffverknappung in den Griff bekommt, die globalen
Finanzprobleme löst, den Spekulanten des Handwerk legt
usw., dann lesen Sie bitte das Buch "Das
Kapital und die
Globalisierung".

...
falls die Kosten für fossile Energien sich um 100 %
erhöht haben!
Schon
vor Jahren gab es einen vollständig ausgereiften und
alle gehobenen Ansprüche befriedigenden
3-Liter-Kleinwagen, den Lupo von VW. Inzwischen sind die
Forschungen weitergediehen, 2-Liter-Autos werden bereits
erprobt. Und in der Mittel- und Oberklasse gibt es bereits
extrem sparsame Pkw mit Hybridantrieb serienmäßig
zu kaufen.
Untersuchungen
haben ergeben, dass eingeschaltete Klimaanlagen im Pkw die
Verbrauchswerte um 1,5 Liter pro 100 km erhöhen. Wenn
sich diese Werte nicht deutlich durch bessere Techniken und
Abschaltautomatiken herunterdrücken lassen, wird man
vielleicht die Notwendigkeit von Klimaanlagen neu
bewerten.
Bei
steigenden Erdölpreisen werden Solaranlagen immer
rentabler und Dank Massenfertigung auch billiger. Gut
vorstellbar, dass im Jahre 2020 dann bereits 90 % der
Neubauten damit ausgestattet und Altbauten immer
häufiger nachgerüstet werden.
Dem
Biogas
gehört
die Zukunft! Die Energieeffizienz aus kleinen
Biogas-Kraftwerken für 10000 Haushalte übertrifft
die Ausbeute aus Raps um das Fünf- bis Zehnfache.
Deshalb wird sich Biogas immer weiter durchsetzen und
herkömmliche Kohle- und Atomkraftwerke
ersetzen.
Ob
sich Biogas auch im Straßenverkehr durchsetzt,
entscheidet die Antwort auf die Frage, ob sich Biosprit
durch neue Herstellungsverfahren aus nachwachsenden
Rohstoffen günstiger als bisher herstellen
lässt.
Wenn dies nicht gelingt, werden auch die Autohersteller
nicht umhin kommen, den Einsatz von Biogas zu
ermöglichen. In einer langen Übergangsphase werden
dann vielleicht Autos standardmäßig mit
Doppeltanks bestückt für Benzin und
Biogas.
Auch
wenn beim Wärmeschutz in den Häusern und
Werkanlagen in den beiden vergangenen Jahrzehnten sich
bereits viel getan wird, so ist auch hier das Ende der
Fahnenstange noch längst nicht erreicht. Rolläden
vor Fenstern und Türen rechnen sich heute schon, sie
werden sich bei anziehenden Energiepreisen weiter
durchsetzen. Dreifach-Isolierglas wird zum Standard werden,
ebenso wird die Isolierung der Außenwände und
Dächer weiter verbessert und vielfach nachgerüstet
werden.
Der
oft gedankenlose Umgang mit dem kostbaren und begrenztem Gut
der fossilen Energie wird im Laufe der Zeit weiter
nachlassen. So wie sich das Gebot der Mülltrennung in
den Köpfen der Menschen manifestiert hat, wird auch die
Anwendung der Energie einen höheren Stellenwert
bekommen.
Stand-by-Schaltungen bei HiFi-Geräten werden
häufiger abgeschaltet werden, falls die Industrie das
Problem nicht auf andere Weise lösen kann. Wer meint,
die 300 m zum Bäcker oder Zeitungskiosk mit dem Auto
zurücklegen zu müssen, wird in einer
umweltbewussten Gesellschaft nur noch wenig Verständnis
für sein Verhalten finden.
Der
Warentransport wird teurer werden, gleichzeitig wird das
Umweltbewusstsein der Bevölkerung zunehmen.
Dies führt dann auch zu einem veränderten
Kaufverhalten, das regionale Produkt gewinnt an Gewicht. Es
muss nicht sein, dass Milch, Joghurt, Butter, Bier usw. von
einem zum anderen Ende der Republik hin und her gekarrt
werden. Wenn große Marken einen bundesweiten Absatz
unbedingt wollen, können sie regionale
Produktionsstätten errichten.
Manche
Veränderungen lassen sich im voraus kaum
abschätzen. Dennoch könnte es durchaus sein, dass
der Trend zum möglichst sparsamen Gebrauch des Autos
auch dazu führt, kleine Lebensmittelgeschäfte
wieder rentabel und attraktiv zu machen.
Viele ältere Leute halten sich heute nur deshalb noch
ein Auto, um überhaupt das Nötigste einkaufen zu
können und wären froh, wenn dieser Zwang nicht
mehr bestünde.
Auch
wenn die Autos immer weniger Treibstoff verbrennen, werden
bei steigenden Spritpreisen und verschärftem
Umweltbewusstsein Deutschlands Straßen etwas leerer
werden. Die Regionalisierung der Produktion wird auch in den
anderen EU-Ländern zu beobachten sein, eben weil der
Warentransport teurer wird und höhere Zölle und
Mehrwertsteuern Importe verteuern.
Wir
haben uns in der langen Phase des Wohlstands und der
günstigen Energie viel zu sehr daran gewöhnt, dass
Energieverschwendung etwas ganz Selbstverständliches
ist. Wir haben vergessen, dass es auch ganz, ganz anders
geht.
Mut
zur Wahrheit!
Dieses Buch kennt kein Pardon und keine falschen
Rücksichtnahmen auf Lobbygruppen. Schonungslos werden
die gravierendsten Missstände bloßgelegt und in
leicht verständlicher Form die komplexen
Marktmechanismen erklärt - vor allem aber werden
überzeugende Problemlösungen
aufgezeigt.
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des Buches über www.amazon.de
Home (Eingangsseite www.umweltschutz-klimawandel.de)
© Manfred J. Müller, Flensburg, 2007
Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht tabulose Aufsätze zu brisanten Themen. Er
entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen
Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im
Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige
Bücher erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".