Fortsetzung
des Artikels "Pro und Contra Umweltschutz" Um
richtungsweisende ökologische Schutzmaßnahmen
umsetzen zu können, muss Deutschland also zunächst
einmal die unfaire Globalisierung entschärfen, entweder
durch Zölle oder weitere Anhebungen der Mehrwertsteuer
(bei gleichzeitiger Absenkung der Beiträge zu den
Sozialversicherungen). Wenn
der erste Schritt getan ist, kann auch mit der Erhöhung
der Steuern für fossile Brennstoffe begonnen werden.
Zur reibungslosen Umsetzung empfiehlt sich ein Stufenplan,
der zeitig bekanntgegeben wird, damit die Wirtschaft sich
frühzeitig auf die sich verändernden Bedingungen
einstellen kann. Pro
und Contra Umweltschutz: Deutschland könnte seine
Energieimporte halbieren! Der
beste Umweltschutz ist immer noch die Verhinderung der
Energieverschwendung. Mit den bereits vorhandenen
ausgereiften Techniken ließe sich der gesamte
Energiebedarf unseres Landes in etwa halbieren. Wir
könnten dann also sowohl auf den Atomstrom verzichten
als auch die Einfuhren an Gas und Erdöl drastisch
drosseln. Unser
Land würde damit im Energiebereich wesentlich
unabhängiger von ausländischen Importen - ein
Umstand, der zur Stabilisierung unserer Volkswirtschaft
beitragen würde. Bei
weitergehender Forschung würden wir in einigen
Jahrzehnten vermutlich überhaupt keine fossilen
Brennstoffe mehr benötigen, weil nicht nur ständig
neue Energiespartechniken erfunden werden - es entwickeln
sich schließlich auch die regenerativen Energiesysteme
immer weiter (Biogas, Wasserkraft, Solar-, Wind- und
Erdenergie). Darf
man überhaupt von Umweltschutz reden, wenn
nicht einmal das Kerosin anständig besteuert
wird - die gewaltigen Folgeschäden
(Umweltzerstörung, Klimawandel, Krankenkosten)
also unberücksichtigt bleiben (sozialisiert
werden)? Pro
und Contra Umweltschutz: Wenn
der Verbrauch an den fossilen Brennstoffen immer weiter
absinkt, vermindert sich natürlich auch der
Ausstoß an Ruß, Stickstoff und Kohlendioxid -
die Luft wird wesentlich sauberer und gesünder. Allein
in China sterben nach Expertenschätzungen jährlich
400.000 Menschen an den Folgen der
Luftverschmutzung. Pro
und Contra Umweltschutz: Würde
die deutsche Wirtschaft durch die Erhöhung der
Energiesteuern noch stärker zur ökologischen
Forschung gedrängt, könnte sich hierzulande die
wichtigste Technologie der Zukunft entwickeln. Deutschland
wäre dann mit großem Abstand führend auf den
Gebieten der Energieeinsparung und der alternativen
Energiegewinnung. Diese Techniken wären weltweit
unentbehrlich und würden schnell zum Exportschlager
aufsteigen. Pro
und Contra Umweltschutz: Wenn
andere Staaten erst einmal sehen und begreifen, wie gut wir
mit einer hohen Steuer auf fossile Energien zurechtkommen,
werden sie nicht nur unsere diesbezüglichen
Technologien übernehmen wollen, sie werden auch an dem
Steuersystem gefallen finden. Die größte Gefahr
für die Umwelt geht vom Ausland aus - wenn aber auch
die jungen Industrieländer wie China nach und nach dem
deutschen Vorbild folgen, kann die drohende
Umweltkatastrophe vielleicht doch noch verhindert
werden. Würde
beispielsweise China die Steuern für fossile Energien
schrittweise anheben und aus den Einnahmen ein landesweites
Sozialsystem (Renten- und Krankenversicherung) finanzieren,
wäre das Vorhaben prinzipiell kostenneutral (denn die
Kosten für Alte und Kranke müssen ja auch heute
schon aufgebracht werden). Langfristig aber werden durch die
Ökosteuer gewaltige Summen eingespart, weil die Folgen
der Umweltschäden ständig verringert werden.
(Wobei man bei 400.000 Todesfällen im Jahr allein durch
die Luftverschmutzung nun wirklich nicht
ausschließlich an das Geld denken sollte). Halbherziger
Umweltschutz Die
alternativen Energien werden zunehmend rentabler,
können teilweise schon mit den Preisen
fossiler Energien konkurrieren. Würden
die Folgeschäden des ungezügelten
Verbrauchs von Öl, Kohle und Gas
(Umweltzerstörung, Luftverschmutzung,
Klimawandel) richtig eingepreist, wären die
alternativen Energien schon heute billiger, der
Wandel würde sich also von ganz allein
vollziehen. Pro
und Contra Umweltschutz: Wer nicht auf den Ökologiezug
springt, wird an Wettbewerbsfähigkeit
verlieren! Die
bisherigen Ökosünder werden schon deshalb ihre
Einstellung ändern müssen, weil sie zur Erhaltung
der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Allein die
CO2-Emissionen sollen in China jährlich einen Schaden
von ca. 50 Milliarden Euro anrichten. Die Weltbank
schätzt die Gesamtkosten für die
Umweltschäden schon heute auf etwa 10 % des
Bruttosozialprodukts. In
einer fairen Marktwirtschaft müssten diese Kosten
sofort ermittelt und den Verursachern aufgebrummt werden.
Das Problem ist aber, dass die Kosten nicht direkt sichtbar
sind und niemandem konkret zugeordnet werden
können. Deshalb
lautet mein Appell an die deutsche Politik: 1.
Lieber Zollprotektionismus statt
Subventions-Protektionismus Ob
Zölle oder Mehrwertsteueranhebung, die Wirkung ist im
Prinzip gleich: Importe werden teurer, der eingeführte
Wettbewerbsdruck lässt nach, der globale Wettbewerb
wird gerechter (weil die Hochlohnländer dann nicht mehr
so sehr im direkten Vergleich zu den Öko-, Sozial- und
Lohndumpingländern stehen). 2.
Nach Schwächung des globalen Dumpingsystems
schrittweise Steuererhöhungen auf fossile
Energieträger Oder,
weil die Zeit drängt, als kombiniertes
Sofortprogramm: 3.
Drastische Erhöhung und Ausweitung der Lkw-Maut "Wenn
die Erdölvorräte zu Ende gehen, wird
für die Menschheit ein düsteres Zeitalter
beginnen!" Der
drohenden Katastrophe ist aber nur zu entkommen,
wenn wir einen gerechten Ölpreis
akzeptieren, der alle Folgeschäden mit
einbezieht (Gesundheitsschäden,
Umweltschäden usw.). Subventionierte Preise
führen zwangsläufig zur Fehllenkung der
Marktwirtschaft und damit zur
Ineffizienz. Es
geht hier schließlich nicht um eine Marotte
der Grünen oder vernarrter
Umweltschützer, es geht um unser aller
Existenz! Eigenen
Kommentar zu diesem Artikel (Nr. 453)
abgeben?
Wenn
Sie sich ausführlich und wertneutral über die
Zusammenhänge von Umweltschutz und Weltwirtschaft
informieren möchten, wenn Sie wissen möchten, wie
man denn nun tatsächlich den Entwicklungsländern
nachhaltig geholfen werden könnte, wie man die
Rohstoffverknappung in den Griff bekommt, die globalen
Finanzprobleme löst, den Spekulanten des Handwerk legt
usw., dann lesen Sie bitte das Buch "Das
Kapital und die
Globalisierung".
So wird Deutschland zum ökologischen
Vorbild!
Saubere Luft durch den Verzicht auf fossile
Energieträger!
Deutschland ist führend in der
Umwelttechnologie
Was hier gut läuft wird in anderen Ländern
für Aufsehen und Nachahmung sorgen!

Der Kapitalismus ist vollkommen überfordert, wenn es um
Präventation und um einen umsichtigen Umgang mit
begrenzt vorhandenen Ressourcen geht. Dieses Unvermögen
des Kapitalismus und der Marktwirtschaft muss nun einmal der
Menschenverstand ausgleichen, anders geht es leider
nicht.
Ohne
Protektionismus geht es nicht, das hat die Politik
längst erkannt. Statt aber Jahr für Jahr
Zigmilliarden in alle Arten von Subventionen zu stecken,
sollte lieber auf den altbewährten Zollprotektionismus
zurückgegriffen werden, denn der verschlingt nicht
einen Großteil der Staatseinnahmen - er bringt
stattdessen sehr viel Geld ein. An die Stelle der Zölle
kann auch eine weitere Anhebung der Mehrwertsteuer treten,
bei gleichzeitiger Absenkung der
Sozialversicherungsbeiträge natürlich.
Zölle
und fairer Wettbewerb beenden schließlich auch den
absurden unnötigen Warentourismus und sorgen somit
für erhebliche Einsparungen beim
Erdöl.
Sobald
die ärgsten volkswirtschaftlichen Probleme gelöst
sind und die realen Arbeitseinkommen wieder
regelmäßig steigen, kann mit der Steueranhebung
auf fossile Energieträger begonnen werden (wobei die
Einnahmen aus dieser Quelle natürlich an die
Bürger und die Wirtschaft an anderer Stelle voll
zurückgeführt werden müssen).
Gleichzeitige Anhebung der Mehrwertsteuer und
Ökosteuern
Konkret
könnte das bedeuten, dass zum Beispiel ab 1. 1. 2009
gleichzeitig
a) die Mehrwertsteuern auf 22 % bzw. 11 %
(ermäßigter Satz) erhöht werden
b) die Steuern auf fossile Energieträger um 10 %
angehoben werden
c) die Beiträge zur Krankenversicherung in etwa
halbiert werden (entsprechend der Einnahmen aus den
Steuererhöhungen). Die anfänglichen negativen
Auswirkungen einer Ökosteuer auf unsere Volkswirtschaft
würden durch die Mehrwertsteueranhebung mehr als
ausgeglichen. Generell würde das kombinierte
Sofortprogramm die inländische Produktion verbilligen
und Importe verteuern. Näheres...
Obwohl
die inflationsbereinigten Nettolöhne und Renten in
Deutschland seit Jahren sinken, verdoppelte sich
gleichzeitig der Schwerlastverkehr auf unseren
Straßen. Noch abartiger kann eine politisch gesteuerte
Entwicklung kaum sein!
Näheres...
Viele
Experten sind sich einig - sie befürchten,
dass schon in wenigen Jahren die allmählich
versiegenden Erdölquellen zu einem weltweiten
Wirtschaftskollaps führen werden. Man kann
kaum verstehen, dass die Weltgemeinschaft sehenden
Auges auf dieses Desaster schnurstracks zusteuert
und dass vielerorts für einen billigen (hoch
subventionierten) Erdölpreis auch noch
geworben und demonstriert wird.
Mut
zur Wahrheit!
Dieses Buch kennt kein Pardon und keine falschen
Rücksichtnahmen auf Lobbygruppen. Schonungslos werden
die gravierendsten Missstände bloßgelegt und in
leicht verständlicher Form die komplexen
Marktmechanismen erklärt - vor allem aber werden
überzeugende Problemlösungen
aufgezeigt.
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des Buches über www.amazon.de
Home (Eingangsseite www.umweltschutz-klimawandel.de)
© Manfred J. Müller, Flensburg, 2007
Manfred
Julius Müller
analysiert
seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und
veröffentlicht tabulose Aufsätze zu brisanten Themen. Er
entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit
Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen
Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im
Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige
Bücher erschienen, u. a. die
Trilogie
"DAS KAPITAL".